So fing es an:
Vor etwa sechzig Jahren lernte ich die Kreuzstickerei kennen.
Seitdem bin ich davon fasziniert, dass es möglich ist, mit ziemlich
grob gerasterten Flächen und Linien Gegenständliches darzustellen.
Ich begann damals, in meiner Freizeit Kreuzstichvorlagen zu zeichnen, und
lernte im Laufe der Zeit, dass es nicht auf jede Einzelheit, sondern auf den
Gesamteindruck ankommt.
Angefangen hatte alles damit, dass unsere Kunstlehrerin fand: „Was die
Mädchen machen, können die Jungen auch,“ und uns Jungen den
Gobelinstich beibrachte, während die Mädchen an ihren
Weißstickereien arbeiteten.
In diesen sechzig Jahren habe ich viele meiner Ideen verwirklichen können,
manches schnell, anderes in langen, zum Teil sogar mehrjährigen Entwicklungsphasen.
Im Laufe der Zeit entstanden unterschiedliche Entwürfe, denn ich suchte
immer neue Motive, um auszuprobieren, ob ich sie „kreuzstichgerecht“
würde umsetzen können.
|
Mein großes Interesse: Wappen
Besonders angetan haben es mir Wappen. Nachdem ich zunächst Vorlagen in der
Größe von etwa 140 x 180 Kreuzen zeichnete, kam ich 1999 auf das
Maß von 63 x 74 Kreuzen für mein Grundformat. Jedes dieser Wappen
besteht aus 4188 Kreuzen. Ich war gespannt, wie viele Wappen ich in dieser
Größe zu Kreuzstichentwürfen würde machen können,
ohne dass die Erkennbarkeit auf der Strecke blieb.
Ich verwende neben den sechs heraldischen Grundfarben Schwarz, Weiß (Silber),
Gelb (Gold), Grün, Blau und Rot deren Nuancen Dunkelgrau, Hellgrau, Ocker,
Dunkelgrün, Dunkelblau und Dunkelrot. So kann ich Konturen durch Farbwechsel
gestalten und trotz der Kleinheit des Motivs eine gute Detailtreue erreichen.
Zu den kommunalen Wappen in meinem Grundformat sind Wappen gekommen mit offiziellen
Schildformen, Kronen und Wappenträgern sowie Familienwappen. Alles in allem umfasst
diese Sammlung ungefähr 1500 Entwürfe und wird von Zeit zu Zeit ergänzt.
|
Und das machte ich auch:
Neben all den Wappen entwarf ich zwei sehr verschiedene Alphabete sowie
mehrere Puppenstuben, Märchenbilder, Clownsgesichter, Bilder aus
„Max und Moritz” von Wilhelm Busch, Embleme der Vereine
der 1. Fußball-Bundesliga und anderes mehr. Meine Jahrzehnte
alte Idee eines gestickten Totentanzes wurde zwischen 1997 und 2007
Wirklichkeit, er hängt seitdem in der Martin Luther-Kirche in
Eutin-Fissau. Außerdem durfte ich etliche Anfragen mit
persönlichen Entwürfen beantworten.
Ich bin dankbar, dass ich dieses Hobby so lange ausüben konnte, obwohl mir
eines nie gelungen ist: die Kreuzstichvorlage eines Wassertropfens.
Die Urheberrechte an den Kreuzstichentwürfen liegen bei mir.
Vervielfältigungen - auch auszugsweise - bedürfen meiner Genehmigung.
Beim Besuch meiner Galerien und dem Betrachten meiner Werke wünsche
ich viel Spaß. Fragen nach Vorlagen (als pdf-Datei) beantworte
ich gerne.
Änderungen vorbehalten.
helmutkoglin[at]gmail[dot]com
Helmut Koglin, im Mai 2026
|